Rückstufung nach Unfall

Unfälle zählen zu den Schattenseiten des Autofahrer-Daseins. Kracht es, weil man kurz nicht aufgepasst hat oder die Kontrolle über das Fahrzeug verloren hat, wartet erst ein Berg an Papieren, die ausgefüllt werden müssen, und mit der Rechnung für die Kfz-Versicherung kurz darauf das nächste Ärgernis: die Rückstufung. Versicherungsnehmer, die einen Schaden verursacht haben, werden von der Assekuranz zum nächsten Versicherungsjahr in eine schlechtere Schadenfreiheitsklasse eingeordnet und verlieren damit ihren aktuellen Schadenfreiheitsrabatt. Das macht die Autoversicherung für mehrere Jahre spürbar teurer.

Rückstufung gemäß Tabelle

In dieser Vorgehensweise spiegelt sich das Prinzip des Bonus-Malus-Systems wider. Zuckerbrot für die Kunden, die ein weiteres Jahr keine Leistungen in Anspruch genommen haben, und die Peitsche für Autofahrer, die für einen Schaden bzw. Unfall verantwortlich zeichnen. Wie schwer die Bestrafung ausfällt, ist kein Geheimnis. Die Unternehmen arbeiten mit Rückstufungstabellen, aus denen Punkt für Punkt hervorgeht, bei wie vielen Schäden im Bereich der Kfz-Haftpflichtversicherung oder der Vollkaskoversicherung es um wie viele Stufen nach unten geht. In der Praxis sieht es häufig so aus, dass die Gesellschaften in den günstigsten Tarifen auch besonders radikal durchgreifen.

Beispiele für eine Rückstufung

Um ein paar Beispiele für eine Rückstufung zu nennen – basierend auf Durchschnittswerten nach der alten Rabattstaffel:

  • Kunden, die in der Kfz-Haftpflichtversicherung SF-Klasse 15 erreicht haben, rutschen nach einem Schaden in die SF-Klasse 6 und bei zwei Schäden in Klasse 2. Schon bei einem Unfall würde es viele Jahre dauern, um wieder auf das alte Niveau zu kommen.
  • Autofahrer in SF-Klasse 7 würden bei einem Schaden in die SF-Klasse 3, bei zwei Schäden in SF-Klasse ½ und bei drei Schäden in die Klasse S zurückgestuft. Die Schadenfreiheitsklasse 7 steht für einen Beitragssatz von 50 Prozent, die SF-Klasse 3 für 70 Prozent. Ausgehend von einem Basispreis von 1.000 Euro ergibt sich ein Preissprung von 200 Euro (500 zu 700 Euro Beitrag).

Rückkauf statt Rückstufung

Dass eine solche Rückstufung unangenehm und ärgerlich ist, darüber muss nicht lange lamentiert werden. Es gibt allerdings Möglichkeiten, eine Rückstufung bzw. den Verlust des Rabattes zu vermeiden: Über den Rabattretter – der in der neuen Rabattstaffel nicht mehr enthalten ist – oder den Rabattschutz als Tarifmerkmale. Oder der Schaden wird zurückgekauft, indem die Auslagen und Ausgaben der Assekuranz aus eigener Tasche erstattet werden. Dieser Schritt lohnt sich in der Regel bei Schäden unter 1.000 Euro. Besser ist es allerdings, sich genau zu informieren, ob der Schadenrückkauf sich rentiert. Die Kfz-Versicherer berechnen den Betrag, bis zu dem der Rückkauf günstiger wäre als eine Rückstufung. Dann kann man immer noch entscheiden, welcher Weg eingeschlagen wird.



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