Rabattretter

25 oder mehr Jahre unfallfrei Auto zu fahren, ist längst nicht mehr selbstverständlich. Meist reicht eine kleine Unachtsamkeit und es kracht. Wer es dennoch schafft, Schadenfreiheitsklasse 25 oder höher zu erreichen (zumindest nach der alten Schadenfreiheitstabelle), wird von den meisten Kfz-Versicherungen mit dem Rabattretter belohnt. Dieses Tarifmerkmal ist kostenlos und bewahrt routinierte Autofahrer davor, nach einem Schaden tiefer in die Tasche greifen zu müssen. Sollte es allerdings zwei Mal in einem Jahr scheppern, nützt auch der Rabattretter wenig. Dann steigt der Beitrag für die Kfz-Versicherung spürbar an.

Der Schadenfreiheitsrabatt bleibt erhalten

Räumt die Assekuranz ihren Kunden einen Rabattretter ein, funktioniert er wie ein Sicherungsanker. Sobald der Autoversicherung ein selbst verschuldetes Malheur gemeldet wird, greift der Schutz. Im Regelfall würde der Versicherungsnehmer jetzt entsprechend der Rückstufungstabelle um ein paar Schadenfreiheitsklassen nach unten gereicht. Das passiert zwar auch mit dem Rabattretter, allerdings erfolgt die Rückstufung so, dass der Schadenfreiheitsrabatt gleich bleibt. Das heißt: Der Kunde verliert zwar seine Schadenfreiheitsklasse, zahlt aber nicht mehr für die Kfz-Versicherung als vorher. Branchenkenner sprechen von einem „unechten“ Rabattschutz, weil der Kunde in eine andere, schlechtere SF-Klasse eingestuft wird.

Unterschied: Rabattretter und Rabattschutz

Wichtig in dem Zusammenhang: Rabattretter und Rabattschutz sind nach wie vor zwei Paar Schuhe. Der Rabattretter ist bei vielen Tarifen inklusive und an die Schadenfreiheitsklasse 25 (oder höher) geknüpft. Versicherungsnehmer müssen also nichts weiter tun, um in den Genuss des Rabattretters zu kommen. Der Rabattschutz hingegen ist kostenpflichtig und kann im Rahmen der bestehenden Autoversicherung als zusätzlicher Baustein gebucht werden. Das Prinzip hinter diesem Leistungsmerkmal: Der Kunde wird bei einer Schadensmeldung nicht zurückgestuft, behält also seine Schadenfreiheitsklasse. Diese Vereinbarung greift jedoch nur intern. Bei einer neuen Assekuranz kann es durchaus sein, dass Schäden und Unfälle, die in der Vergangenheit reguliert werden mussten, aber nicht in die SF-Klasse eingeflossen sind, zu einer schlechteren Einstufung führen. Wer sich weder Gedanken über einen Rabattretter noch über den Rabattschutz machen möchte, kann die Rückstufung durch einen Rückkauf vermeiden. Dieser Weg lohnt sich jedoch nur bei kleineren Schäden bis etwa 1.000 Euro.



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