Schadenfreiheitsklassen

Die so genannte Schadenfreiheitsklasse (kurz SF-Klasse) wird anhand der Anzahl der Jahre berechnet, in denen ein Autofahrer im Straßenverkehr keinen Unfall verursacht hat, für den seine Versicherung zahlen musste. „SF 5“ bedeutet also, dass der Versicherungsnehmer bereits seit fünf Jahren keinen Unfall mehr verursacht hat. Während die Schadenfreiheitsklassen grundsätzlich bei allen Versicherern gleich sind, unterscheiden sich die dazugehörigen Prozente, also die Höhe des zu zahlenden Beitrags. Dieser Beitrag ist zunächst von Fahrzeugtyp und Zulassungsbezirk (der Typ- und Regionalklasse) abhängig, Versicherte zahlen dann einen gewissen Prozentsatz, der von ihrer persönlichen Schadenfreiheitsklasse abhängig ist. Während bei SF 1 in der Regel 100 Prozent zu zahlen sind, liegt der Beitrag bei SF 15 lediglich bei 35 oder 40 Prozent.

Wichtig für Versicherungsnehmer ist es, die Tarife verschiedener Versicherungen vor dem Abschluss genau zu vergleichen, da sich hier schnell einige Hundert Euro sparen lassen können. Während Typ- und Regionalklasse bei allen Versicherern gleich sind, kann sich die Höhe des anhand der SF-Klasse festgelegten Prozentsatzes unterscheiden. Darüber hinaus gelten SF-Klassen sowohl für Haftpflicht- als auch für Teilkasko- und Vollkaskoversicherung.

Die Voraussetzungen für die Einstufung in eine bestimmte SF-Klasse unterscheiden sich ebenfalls von Versicherung zu Versicherung. In der Regel muss man nicht nur unfallfrei gefahren sein, sondern sein Fahrzeug zudem mindestens sechs Monate angemeldet haben, um sich im kommenden Jahren um eine Stufe zu verbessern. Die günstigste Klasse liegt in der Regel zwischen SF 25 und SF 30, ab einem gewissen Punkt gibt es also keine weitere Ermäßigung bei der Beitragshöhe.

Wenn man als Fahrer einen Unfall verursacht, wird man dagegen im kommenden Jahr in eine andere SF-Klasse eingestuft. Dabei beginnt man normalerweise nicht wieder bei Null, die Hochstufung ist allerdings abhängig von verschiedenen Faktoren, vor allem von der Anzahl der bisher unfallfrei gefahrenen Jahre. Um zu vermeiden, im nächsten und in den Folgejahren eine höhere Versicherungsprämie zahlen zu müssen, kann es sich bei kleineren Schäden lohnen, diese nicht seiner Versicherung zu melden und die Reparatur stattdessen selbst zu zahlen. Während man so zunächst einen gewissen Betrag selbst aufbringen muss, spart man in der Folge bei den zu zahlenden Beiträgen, eine Schadensmeldung sollte man daher vorab zunächst mit seiner Versicherung besprechen.



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