Zweitwagenregelung

Familien, die sich ein zweites Auto kaufen, um ein wenig flexibler zu sein, müssen auch eine zweite Kfz-Versicherung abschließen. Damit der Beitrag für die Police die Haushaltskasse nicht zu sehr strapaziert, bietet es sich an, die Zweitwagenregelung in Anspruch zu nehmen. Dank ihr erfolgt die Einstufung in die Schadenfreiheitsklasse nicht nach dem gängigen Muster, sondern zu deutlich günstigeren Bedingungen. Üblich wäre, dass bei einem neuen Fahrzeug die SF-Klasse 0 veranschlagt wird. Mit der Zweitwagenregelung ist mindestens Schadenfreiheitsklasse ½, wenn nicht sogar eine noch bessere Einstufung möglich – immer abhängig von den Tarifkonditionen der Assekuranz und den persönlichen Voraussetzungen.

Günstigere Einstufung

Die Zweitwagenregelung richtet sich dabei ausschließlich an Fahrer, die bereits ein Auto auf ihren Namen versichert haben, sowie deren Lebens- respektive Ehepartner. Die meisten Unternehmen verlangen darüber hinaus, dass beim Erstfahrzeug die Schadenfreiheitsklasse ½ erreicht wurde (nach der alten Rabattstaffel). Inwieweit sich die Zweitwagenregelung nun auf die Prämie auswirkt, lässt sich nur über einen Kfz-Versicherungsvergleich ermitteln. Zum einen, weil je nach Tarif andere Bedingungen für das Zweitfahrzeug gelten, von SF-Klasse ½ bis hin zu der Klasse, in die das erste Auto aktuell eingestuft ist. Zum anderen, weil die Police mit Zweitwagenregelung bei nahezu jeder Kfz-Versicherung abgeschlossen werden kann, völlig unabhängig davon, wo das andere Fahrzeug unter Vertrag ist.

Hohes Sparpotenzial

Der größte Vorteil der Zweitwagenregelung liegt auf der Hand: das Sparpotenzial. Ob nun ein Beitragssatz von 200, 140 oder nur 100 Prozent in Rechnung gestellt wird, macht unter dem Strich einen enormen Unterschied. Genutzt wird die Zweitwagenregelung daher häufig von Fahranfängern, deren Budget durch einen eigenen Kfz-Versicherungsvertrag über Gebühr belastet würde. Sie lassen ihr Auto einfach auf den Namen des Vaters oder der Mutter laufen, die ihrerseits bereits in einer günstigen Schadenfreiheitsklasse sind. Doch auch für Ehepartner, die bislang noch keine eigene Autoversicherung bzw. längere Zeit keinen Vertrag hatten, bietet sich die Zweitwagenregelung an. Bei Bedarf kann die Versicherung später umgeschrieben werden, wobei die Assekuranz in der Regel die eigenen unfallfreien Jahre anrechnet.

Auf die Details achten

Auf der anderen Seite gibt es aber auch ein paar Nachteile, die hier nicht verschwiegen werden sollen. Besonders wichtig in dem Zusammenhang: Für Sachschäden, die bei einem Crash zwischen beiden Fahrzeuge verursacht werden, besteht kein Versicherungsschutz – zumindest dann nicht, wenn beide Wagen bei ein- und derselben Gesellschaft versichert sind. Sollte also der Sohn am Samstagabend auf die Auffahrt rauschen und dabei das Cabrio vom Papa übersehen, wird es teuer.