Werkstattbindung

In puncto Auto sind die Deutschen pingelig. Reparaturen werden nur in den Werkstätten ausgeführt, denen man schon seit Jahren die Treue hält. Davon müsste man sich allerdings verabschieden, wenn im Rahmen der Kfz-Versicherung eine Werkstattbindung vereinbart wird. In dem Fall schreibt die Assekuranz vor, welcher Betrieb das Auto nach einem Schaden wieder auf Vordermann bringt. Auf der anderen Seite spart die Werkstattbindung ein paar Prozentpunkte Prämie und geht mit einigen Serviceleistungen einher, die ansonsten aus eigener Tasche bezahlt werden müssten. Letztlich ist es dem Kunden überlassen, ob er die Wahlfreiheit aufgibt und weniger zahlt oder flexibel bleiben möchte.

Vorteile der Werkstattbindung

Die Vorteile der Werkstattbindung sind der Rabatt von durchschnittlich zehn Prozent und der zusätzliche Service. Je nach Tarif und Vereinbarung wird der Wagen nach einem Unfall bzw. Schaden kostenfrei zur Werkstatt gebracht, ein Ersatzfahrzeug gestellt und das Auto gründlich gereinigt. Das spricht für sich, insbesondere der Nachlass. Zudem arbeiten die Kfz-Versicherer nicht mit Hinterhofwerkstätten zusammen, sondern ausschließlich mit Firmen, die den hohen Qualitätsansprüchen genügen. Damit haben Autofahrer die Gewissheit, dass ihr Wagen ordnungs- und sachgemäß repariert wird. Wichtig: Welche Betriebe mit der Kfz-Versicherung kooperieren und wie dicht das Werkstattnetz der einzelnen Assekuranzen ist, sollte vorher geklärt werden, um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben.

Kritik an der Werkstattbindung

Kritiker bemängeln vor allem das bisweilen noch recht löchrige System der Werkstattbindung. Wer auf dem Land wohnt, muss unter Umständen lange Fahrten in Kauf nehmen, sofern der Wagen nicht abgeholt wird. Oder, was viele Versicherungsnehmern bitter aufstoßen würde: Sie sind verpflichtet, eine Werkstatt aufzusuchen, mit der sie in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht haben. Entscheidend sind daher die Konditionen und die Partnerbetriebe. Ohne sich vorher schlaugemacht zu haben, birgt die Werkstattbindung zu viele Unbekannte.

Vorsicht bei Neu- und Leasingfahrzeugen

Das gilt umso mehr, wenn es sich um ein Neu- oder Leasingfahrzeug handelt. Bei Neufahrzeugen greift noch die Herstellergarantie und wird üblicherweise verlangt, dass Wartungs- und Reparaturarbeiten nur in der Werkstatt des Händlers ausgeführt werden. Die Kfz-Versicherer versprechen zwar, dass die Garantie durch die Werkstattbindung nicht erlischt. Diesbezüglich sollte aber nachgehakt werden, um auf der sicheren Seite zu sein. Das gleiche Problem besteht bei Leasingfahrzeugen. Auch hier sehen die Verträge bestimmte Partnerwerkstätten vor, was mit den Vorgaben der Kfz-Versicherung kollidieren könnte. Solche Probleme gilt es von Anfang an zu vermeiden.



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