Saisonkennzeichen

Viele Autos stehen mehr in der Garage, als dass sie aktiv genutzt werden. Das gilt in erster Linie für sogenannte Saisonfahrzeuge, die überwiegend im Sommer zum Einsatz kommen, zum Beispiel Wohnmobile und Cabrios. Statt sie Jahr für Jahr an- und später wieder abzumelden, was mit Kosten und einem nicht unerheblichen Zeitaufwand verbunden ist, bietet sich ein Saisonkennzeichen an. Damit bleibt der Wagen angemeldet, darf allerdings nur für ein paar Monate im Jahr auf die Straße. Welches Zeitfenster genehm ist, kann der Halter frei entscheiden. Möglich sind zwei bis elf Monate.

Kaskoschutz auch außerhalb der Saison

Eingeführt wurde das Saisonkennzeichen 1995. Es unterscheidet sich von den herkömmlichen Nummernschildern durch einen kleinen Zusatz in Form zweier Zahlen. Sie werden auf der rechten Seite des Saisonkennzeichens aufgedruckt und stehen für den Zeitraum, in dem das Auto am Straßenverkehr teilnehmen darf. Angenommen auf dem Nummernschild stehen „03“ und „10“, ist die Nutzung von März bis Oktober gestattet. Die übrige Zeit muss der Wagen in die Garage oder unter den Carport – zumindest weg von der Straße. Der Hinweis auf das Zeitfenster soll sicherstellen, dass die Halter nicht mogeln und das Auto nach Belieben fahren, nur weil die Sonne gerade scheint oder die Saison schon ein paar Wochen früher beginnt. Der Versicherungsschutz gilt unabhängig davon das gesamte Jahr. Während der Ruhephase greift die Kfz-Kaskoversicherung, wenn vorhanden, bei Beschädigungen am Fahrzeug und bei Diebstahl.

Beitrag für die Kfz-Versicherung vergleichen

Halter solcher Saisonfahrzeuge sollten sich sehr genau mit ihrer Kfz-Versicherung befassen, insbesondere mit der Schadenfreiheitsklasse und der Prämie. Damit die Kfz-Versicherung im Folgejahr eine günstigere Einstufung vornehmen kann, sofern kein Unfall oder Schaden gemeldet wurde, muss das Fahrzeug mindestens ein halbes Jahr zugelassen gewesen sein. Läuft das Saisonkennzeichen nur über vier Monate, bliebe es bei der bisherigen SF-Klasse. Preislich interessant wird das Kennzeichen daher erst ab einem Zeitraum von sechs Monaten. Wie sich dadurch der Beitrag für die Kfz-Versicherung entwickelt, richtet sich nach dem Tarif und der Gesellschaft. Zwar wird der Beitrag nur anteilig berechnet, unter Berücksichtigung aller Faktoren wie Modell, Fahrleistung und Schadenfreiheitsrabatt. Die Prämie ist dadurch aber nicht zwangsläufig günstiger, als wenn der Wagen das ganze Jahr über angemeldet wäre. Ein Kfz-Versicherungsvergleich ist daher unerlässlich.