Auslandsschadenschutz

Ausländische Kfz-Versicherungen arbeiten mit anderen Deckungssummen und Leistungsspektren als die Assekuranzen in der Bundesrepublik. Konkret heißt das für Autofahrer, die auf fremdem Terrain unschuldig in einen Unfall geraten: Sie müssen damit rechnen, nicht die Leistung zu erhalten, die in Deutschland üblich wäre. Meist bleibt ein Restbetrag, der aus eigener Tasche finanziert werden muss. Um diesen Problemen von Anfang an aus dem Weg zu gehen und sich auf eine optimale Unterstützung von der eigenen Kfz-Versicherung verlassen zu können, sollte ein Auslandsschadenschutz vereinbart werden.

Zusatzschutz für etwa 20 Euro pro Jahr

Dieser Baustein ist in einigen Tarifen bereits fest verankert. Ansonsten lässt sich der Auslandsschadenschutz bei den meisten Kfz-Versicherern zusätzlich vereinbaren. Der Kostenpunkt von knapp 20 Euro jährlich macht den Braten nicht fett und bietet Versicherungsnehmern, die viel im Ausland unterwegs sind, ein spürbares Plus an Sicherheit. Sollte man tatsächlich das Pech haben und außerhalb der BRD Unfallopfer werden, greift der Auslandsschadensschutz gleich auf zwei Ebenen. Zum einen übernimmt die Kfz-Versicherung die Abwicklung des Schadens. Da es bisweilen relativ kompliziert ist, sich mit den Gepflogenheiten der gegnerischen Versicherung auseinanderzusetzen, bedeutet schon diese Leistung eine enorme Entlastung. Zum anderen gleicht der Auslands-Schadenschutz die Forderungen aus, die nicht erfüllt werden. Denn nicht alle Leistungen, die in Deutschland gang und gäbe sind, gelten auch im Ausland. Kurzum: Der Auslands-Schadenschutz garantiert Schadenersatz in voller Höhe nach deutschem Vorbild.

Geltungsbereich und Deckungssummen beachten

Wie bei jeder Versicherung bzw. jedem zusätzlichen Baustein sollte auf den genauen Wortlaut und das Kleingedruckte der Vereinbarung geachtet werden. Wichtig sind vor allem die Deckungssummen, die über den Auslandsschadenschutz garantiert werden – ob nun Kfz-Haftpflicht- oder Kaskoversicherung – und der Geltungsbereich der Police. Einen globalen Schutz, der überall auf der Welt in Anspruch genommen werden kann, sollte man nicht erwarten. Die Unternehmen beschränken ihre Leistungspflicht meistens auf eine Liste von Ländern, die in den Vertragsbedingungen zu finden ist. Hier kommt es darauf an, dass die Reiseziele auch berücksichtigt werden, um nicht leer auszugehen.