Prämie entsprechend gefahrener Kilometer bezahlen

Samstag den 28.09.2013

Die Kfz-Versicherung ist bereits ein sehr individuell zugeschnittenes Produkt, könnte demnächst aber noch mehr auf die Person hinter dem Lenkrad abgestimmt werden. Das Prinzip nennt sich Pay-as-you-drive (frei übersetzt: zahle entsprechend Deines Fahrstils) und ist in angelsächsischen Ländern längst Usus. Dass sich die Idee auch hierzulande durchsetzen könnte, davon sind laut einer Studie des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov 40 Prozent der Versicherungsnehmer überzeugt.

Selbst Einfluss auf die Höhe des Tarifs respektive Beitrags nehmen zu können, ist für 36 Prozent der Umfrageteilnehmer der ausschlaggebende Grund. 31 Prozent nennen als Argument für Pay-as-you-drive, dass defensives Fahren belohnt wird. Auf der anderen Seite gibt es auch Bedenken. Denn um den Fahrstil beurteilen zu können, müssen laufend Daten erhoben werden. Diese Überwachung des Fahrverhaltens – die Grundlage des Prinzips – sehen 47 Prozent der Versicherten als Nachteil. Hinzu kommt bei 28 Prozent die Angst vor Datenmissbrauch.

Diese Sorgen könnten einer der Gründe dafür sein, dass sich die Studienteilnehmer solche Modelle vor allem bei klassischen Kfz-Versicherungen wie der HUK-Coburg oder der Allianz vorstellen können. Jüngere Autofahrer sind durchaus auch bereit, einen Vertrag direkt beim Autohersteller abzuschließen. Weit abgeschlagen sind diesbezüglich die Hersteller von Mobiltelefonen und die Telekommunikationsfirmen. Auch zur Datenerfassung gibt es recht unterschiedliche Ansichten: Denkbar wären das eigene Smartphone, die Datenverbindungen der Hersteller für hauseigene Dienstleistungen oder das Notrufsystem E-Call, das seinerseits auf einer Mobilfunkverbindung basiert.

Die Vorteile von Pay-as-you-drive liegen jedenfalls auf der Hand. Statt pauschal anhand der Schadensstatistik der Region, des Fahrzeugs und der Altersklasse zur Kasse gebeten zu werden, hat man es selbst in der Hand, ob die Autoversicherung günstig oder teuer wird. Davon profitieren laut YouGov-Vorstand Dr. Oliver Gaedeke insbesondere vorsichtige Führerscheinneulinge, „die bislang für die hohen Schadenssummen von weniger rücksichtsvollen Fahranfängern mitzahlen müssen“.



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