Weitere Preissprünge bei der Kfz-Versicherung

Donnerstag den 6.06.2013

Die Preisspirale bei der Kfz-Versicherung dreht sich munter weiter. Allerdings in eine Richtung, die Autofahrern ganz und gar nicht gefallen dürfte. Nachdem die Assekuranzen über viele Jahre hinweg versuchten, sich gegenseitig zu unterbieten, um die Kundenzahl zu steigern, geht es mit den Prämien seit geraumer Zeit wieder spürbar aufwärts. Ein Ende des Trends ist nicht in Sicht. Das bestätigen sowohl die Hannoversche Rück als auch der Branchenprimus. „Die Phase der Preiserhöhungen wird noch eine gewisse Zeit weitergehen“, so Klaus-Jürgen Heitmann vom Vorstand der HUK-Coburg.

Das Problem der Branche ist die Schaden-Kosten-Quote. Sie gibt an, wie hoch die Ausgaben für Schäden im Vergleich zu den Beitragseinnahmen sind. Zu Buche steht derzeit noch ein Wert von 103 Prozent. Heißt: Die Unternehmen kommen nach wie vor nicht auf einen grünen Zweig und verharren in der Zone der roten Zahlen. Und das, obwohl sie die Preisbremse bereits in der Saison 2009/2010 gelöst und die Beiträge erstmals wieder angehoben hatten. Besserung ist nicht in Sicht, zumal mit dem Hochwasser enorme Forderungen auf die Autoversicherungen zukommen werden.

Wie teuer die Kfz-Versicherung in diesem Jahr bereits geworden ist, hat das Portal Check24 unter die Lupe genommen. Im Schnitt stiegen die Prämien für die Kfz-Haftpflicht seit Jahresbeginn um 6,6 Prozent. Bei der HUK-Coburg, die aufgrund ihrer Marktposition mit 9,31 Millionen versicherten Fahrzeugen gewissermaßen das Zünglein an der Waage ist, bewegt sich die Preiskorrektur im Bereich von 6,4 Prozent. Die Ergo verlangt sogar 14 Prozent mehr, die AdmiralDirekt etwa acht Prozent.

Auf der anderen Seite gibt es auch Autoversicherungen, die die Beiträge gesenkt haben, zum Beispiel die Axa, die VHV und die Zurich. Das heißt allerdings nicht, dass die Unternehmen tatsächlich preiswerter sind als die Konkurrenz. Denn auf dem deutschen Kfz-Versicherungsmarkt gibt es laut des Beratungsunternehmens Nafi auch weiterhin Preisunterschiede von bis zu 70 Prozent. Es lohnt sich also durchaus, nach einem Schaden, beim Autokauf oder passend zur Wechselsaison einen Kfz-Versicherungsvergleich zu bemühen, um den einen oder anderen Euro zu sparen.



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