Beliebt: Kaskoschutz mit Selbstbehalt

Dienstag den 19.02.2013

Autofahrern stellt sich nicht nur die Frage, ob sie im Rahmen ihrer Kfz-Versicherung eine Voll- und/oder Teilkaskoversicherung abschließen sollen. Sie müssen sich dann auch noch überlegen, ob und in welcher Höhe sie im Schadensfall bereit sind, einen Selbstbehalt zu tragen. Statische Details dazu, wie die Selbstbeteiligung von den Bundesbürgern gehandhabt wird, hat jetzt das Verbraucherportal TopTarif veröffentlicht. Demnach entscheidet sich die Mehrheit ganz klar dafür, einen Teil des Schadens aus einer Tasche zu bezahlen. Bei der Teilkasko sind es 87 Prozent, bei der Vollkasko sogar 99 Prozent.

Letztlich sind es zwei Faktoren, die diese vergleichsweise hohen Quoten begründen. Zum einen können Versicherungsnehmer Geld sparen, wenn sie ein Tarifmodell mit Selbstbehalt wählen. Zum anderen, erklärt Daniel Dodt von TopTarif, sind Tarife ohne Selbstbeteiligung die absolute Ausnahme. Das gelte vor allem für die Vollkaskoversicherung. Allzu hoch pokern die meisten Kunden allerdings nicht. Sie bevorzugen Verträge mit einem eher geringen Selbstbehalt. Beim Teilkaskoschutz sind 150 Euro die beliebteste Größe. Sie wird in 80 Prozent aller Verträge vereinbart. Nur 13 Prozent favorisieren Modelle mit 300 Euro.

Gehen Teil- und Vollkaskoversicherung Hand in Hand, präferieren 50 Prozent der Autofahrer eine Selbstbehalt-Kombination von 150 Euro (Teilkasko) und 300 Euro (Vollkasko). Die Konstellation 150/500 Euro kam bei der Auswertung von 100.000 Kfz-Versicherungen nur in 17,5 Prozent der Fälle vor. Noch seltener – 8,5 Prozent – sind Verträge mit 300 Euro Selbstbeteiligung bei der Voll- und null Euro Selbstbehalt bei der Teilkasko. Vorteile hat der Eigenanteil für beide Seiten, Kfz-Versicherung und Kunde. Die Assekuranz senkt ihre Kosten insbesondere im Bereich der Bagatellschäden. Die Versicherten wiederum können ihre Ausgaben für die Autoversicherung um mehrere Hundert Euro pro Jahr drosseln.