In der Schweiz wird die Kfz-Versicherung teurer

Donnerstag den 30.08.2012

Dass Billigtarife auf Dauer keine Freude machen, ist der deutschen Versicherungswirtschaft längst bewusst. Diese Erkenntnis setzt sich jetzt anscheinend auch in der Schweiz durch. Während die eidgenössischen Kfz-Versicherer die Beiträge im vergangenen Jahr noch weitgehend stabil halten oder sogar leicht nach unten korrigieren konnten, geht es aktuell wieder bergauf – zum Teil sogar recht deutlich. Um exakte Zahlen zu erhalten, hat das Vergleichsportal comparis.ch die Daten aus 850.000 Berechnungen ausgewertet, die Autohalter in der Zeit von 2010 bis 2012 getätigt haben.

Im Schnitt steigen die Beiträge für die Kfz-Versicherung in der Schweiz um 2,2 Prozent. Das mag nach einer moderaten Anpassung klingen, kommt aber einer Trendwende gleich. Denn 2011 ermittelte der Kfz-Versicherungsvergleich noch einen Wert von minus 0,7 Prozent. Die Talfahrt ist damit wohl vorerst gestoppt. Das gilt vor allem für die Tarife mit Minimalprämie. Gerade in diesem Preissegment werden die Kunden bei Neuabschlüssen tiefer in die Tasche greifen müssen. Die Preissteigerung liegt im Mittel bei 4,5 Prozent.

Schlüsselt man diesen Wert auf, zeigt sich, dass vor allem ältere Fahrzeughalter mit einem höheren Beitrag für ihre Autoversicherung rechnen müssen. Kunden jenseits von 65 Jahren zahlen künftig rund 8,8 Prozent mehr. In der Altersklasse von 46 bis 65 Jahren sind es immerhin 6,5 Prozent. Etwas besser schneiden die jüngeren Versicherungsnehmer ab. Die 26- bis 45-Jährigen erwartet eine Beitragsanhebung von 4,3 Prozent, wohingegen junge Fahrerinnen und Fahrer lediglich 2,2 Prozent mehr berappen müssen. Gleichwohl: Das Sparpotenzial bei der Kfz-Versicherung ist geblieben. „Nicht weniger als 558 Franken pro Jahr lassen sich im Durchschnitt sparen, wenn man zur günstigsten Autoversicherung wechselt.“ Ob dann auch die Leistung noch stimmt, verrät das Portal leider nicht.