Schadenfreiheitsklassen-Einstufung für Fahranfänger

Dass Fahranfänger für die Kfz-Versicherung mehr bezahlen als Fahrzeughalter, die ihren Führerschein seit fünf, zehn oder mehr Jahren haben, ist hinlänglich bekannt. Der Grund dafür ist die Einstufung in die Schadenfreiheitsklasse. Führerscheinneulinge starten hier ziemlich weit unten in der Tabelle und müssen sich mühsam nach oben arbeiten, um in den Genuss eines höheren Schadenfreiheitsrabattes zu kommen. Welche SF-Klasse einem Fahranfänger dabei zugeordnet wird, richtet sich nach den Konditionen der Versicherungsgesellschaft und den Umständen.

Schadenfreiheitsklasse 0 oder ½

Antragsteller, die ihren Führerschein gerade erst ausgehändigt bekommen haben und ihr erstes eigenes Auto versichern möchten, sind diesbezüglich am schlechtesten gestellt. Für sie gilt üblicherweise die Schadenfreiheitsklasse 0, weil sie keinerlei Erfahrung und null unfallfreie Jahre nachweisen können. Das heißt, sie zahlen einen Beitragssatz von 230 Prozent, haben inzwischen aber die Möglichkeit, kräftig zu sparen. Wurde der Führerschein bereits mit 17 Jahren gemacht, inklusive des gesetzlich vorgeschriebenen begleiteten Fahrens, sehen die meisten Kfz-Versicherer eine deutlich günstigere Einstufung vor. Im Idealfall klettert der Kunde direkt in die Schadenfreiheitsklasse ½, die 140 Prozent entspricht. Gleiches gilt für Fahranfänger, die bereits seit mindestens drei Jahren im Besitz ihres Führerscheins sind. Auch hier wird, aufgrund der Fahrpraxis, branchenüblich auf SF-Klasse ½ entschieden.

Neue Rabattstaffel

Diese Regelungen entsprechen allesamt der alten Rabattstaffel, die seit 1999 gilt. Nach dem neuen Modell, mit dem einigen Unternehmen bereits seit 2011 arbeiten, erfolgt die Einstufung von Fahranfängern nach einem völlig anderen Schema. Junge Fahranfänger starten nach der neuen Staffel in SF-Klasse 0 bei 95 Prozent oder in SF-Klasse ½ bei 75 Prozent. Dabei gilt nach wie vor: Den Ausschlag geben die unfallfreien Jahre und die Konditionen der Assekuranz.

Fahranfänger sollten gezielt vergleichen

Durch die neue Rabattierung und Einstufung wird der Kfz-Versicherungsvergleich nicht nur für Fahranfänger, sondern auch für „alte Hasen“ um einiges schwerer. 95 Prozent klingen zwar günstiger als 230 Prozent, es kommt aber auf den Grundpreis an, auf den sich die Prozentangaben beziehen. Der liegt bei der neuen Staffel höher als beim alten System. Um das Sparpotenzial auszuloten, muss die Kfz-Versicherung also noch genauer verglichen werden, wobei Fahranfänger gezielt fragen sollten, wie sie eingestuft werden und welche Rabattoptionen es für sie gibt.



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