Wann kann man die Kfz-Versicherung wechseln?

Autofahrer können sich das ganze Jahr über nach günstigeren bzw. besseren Angeboten für die Kfz-Versicherung umsehen, in der Regel aber nur zu bestimmten Terminen wechseln, weil die vertraglich vereinbarte Kündigungsfrist eingehalten werden muss. Ein neuer Vertrag würde in den meisten Fällen dann erst zu Beginn des Folgejahres wirksam – es sei denn, es handelt sich um eine außerordentliche Kündigung. Von daher macht es in der Regel wenig Sinn, sich bereits im April oder März um eine neue Police zu bemühen, zumal der Markt ständig in Bewegung ist und regelmäßig neue Tarife entwickelt werden.

Der klassische Wechseltermin

Im Rahmen der Kfz-Versicherung steht deshalb seit Jahr und Tag der 30. November als Wechseltermin fest. Das ist genau ein Monat vor Jahresende und entspricht somit der einmonatigen Kündigungsfrist. Zu diesem Datum buhlen die Gesellschaften um wechselwillige Kunden. Einige wenige Unternehmen arbeiten auch mit Jahresverträgen, die genau zwölf Monate ab Unterschrift laufen. Hier beträgt die Kündigungsfrist ebenfalls einen Monat zum Vertragsende. Wurde die Police im März abgeschlossen, muss der Wechsel der Autoversicherung dementsprechend bis Ende Januar unter Dach und Fach gebracht werden – inklusive Kündigung. Es kommt also auf die genaue Laufzeit des Vertrages an, wann ein Wechsel infrage kommt.

Außerordentliche Kündigung

Ausnahmen bestätigen die Regel, und zwar in Form der außerordentlichen Kündigung. Sie ist nur unter bestimmten Umständen möglich. Erlaubt ist eine Sonderkündigung nach einem Schaden, wenn die Assekuranz den Beitrag anhebt oder die Konditionen ändert sowie nach dem Verkauf oder der Verschrottung des Fahrzeugs. Die Kfz-Versicherung kann dann unverzüglich gewechselt werden. Im Schadensfall und bei einer Anpassung des Beitrags bzw. der Konditionen gilt jeweils eine einmonatige Kündigungsfrist. Lässt man sie verstreichen, ist ein Wechsel erst wieder zum regulären Termin möglich.

Wann kann man nicht wechseln?

Forcieren lässt sich der Kfz-Versicherungswechsel nicht. Nur um einen neuen Vertrag abschließen zu können, das Auto kurzfristig ab- und dann wieder anzumelden, würde nicht funktionieren. Die Autoversicherung ruht während dieser Zeit lediglich. Auch ein Umzug in einen anderen Zulassungsbezirk, wodurch sich eine neue und vielleicht teurere Regionalklasse ergibt, oder Vertragsänderungen, die vom Fahrer vorgenommen werden und zu einem höheren Beitrag führen – zum Beispiel die Erweiterung des Fahrerkreises um einen Führerscheinneuling – bedingen kein Sonderkündigungsrecht. Die außerordentliche Kündigung ist nur dann gestattet, wenn der Beitrag ohne Zutun des Versicherungsnehmers steigt. Dazu reicht oft schon die Neueinstufung der Typ- oder Regionalklasse durch den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.

Daher unser Tipp: Von Anfang darauf achten, einen guten und günstigen Vertrag abzuschließen. Dabei hilft ein gezielter Kfz-Versicherungsvergleich, bei dem Preis, Leistung und Service berücksichtigt werden.