Sonderkündigungsrecht

Eine ordentliche Kündigung der Kfz-Versicherung ist zum Ende des Jahres oder nach Ablauf von zwölf Monaten möglich – abhängig von den Vertragskonditionen. Beachtet werden muss in beiden Fällen die einmonatige Kündigungsfrist. Für die meisten Autofahrer ist der späteste Wechseltermin somit der 30. November. An diesem Tag muss die Kündigung bei der Autoversicherung vorliegen, damit sie zum kommenden Jahr wirksam wird. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der außerordentlichen Kündigung. Das Sonderkündigungsrecht greift allerdings nicht ohne Weiteres, sondern kann nur unter bestimmten Umständen in Anspruch genommen werden.

Die Form wahren

Damit auch bei einer Sonderkündigung alles reibungslos funktioniert, müssen gewisse Formen gewahrt und die Fristen eingehalten werden. Das heißt: Die Kündigung sollte schriftlich eingereicht werden, wobei nicht explizit auf den Grund für die Sonderkündigung eingegangen werden muss. Es reicht, auf das Recht auf außerordentliche Kündigung hinzuweisen und die Vertragsnummer zu nennen. Um ganz sicher zu gehen, bietet sich als Versandform das Einschreiben mit Rückschein an. Besonders wichtig ist aber, den Brief rechtzeitig abzuschicken. Es kommt auf den Posteingangsstempel an. Ein paar Tage Postlaufzeit müssen also einkalkuliert werden.

Sonderkündigung nach einem Schaden

Einer der Gründe, die vom Gesetzgeber und den Assekuranzen für eine Sonderkündigung der Kfz-Versicherung akzeptiert werden, ist ein Schaden. In dem Fall kann sowohl die Versicherungsgesellschaft als auch der Kunde den Vertrag einseitig beenden. Die Kündigungsfrist beträgt wie gehabt einen Monat. Ausschlaggebend ist der Zeitpunkt, an dem die Versicherung ihre Leistungspflicht akzeptiert oder die Regulierung verweigert. Die Kündigung kann dann zu sofort oder zum Ende der Vertragslaufzeit ausgesprochen werden.

Sonderkündigung nach Fahrzeugwechsel

Über den Termin, zu dem die Sonderkündigung greift, muss man sich bei einem Fahrzeugwechsel keine Gedanken machen. Wer sein Auto verkauft oder verschrotten lässt, kann den Vertrag von heute auf morgen kündigen. Die Assekuranzen sprechen in dem Zusammenhang von einem Wagnis- oder Risikowegfall. Wird direkt im Anschluss ein neues Auto gekauft, kann es entweder bei der bisherigen Assekuranz oder bei einem anderen Anbieter versichert werden, wobei der Wechsel des Anbieters bereits einer Kündigung gleichkommt.

Sonderkündigung aufgrund einer höheren Prämie

Auslöser Nummer drei für das Sonderkündigungsrecht im Rahmen der Kfz-Versicherung ist eine höhere Prämie bzw. eine Änderung der Vertragskonditionen. Überarbeitet die Versicherungsgesellschaft die Beitragsberechnung oder ändert sich die Regional- bzw. Typklasse und steigt dadurch die Prämie, darf der Kunde außerordentlich kündigen. Das gilt jedoch nicht, wenn die Beitragsanpassung auf einem Schaden beruht. Andererseits berechtigen ein neues Schadenfreiheitssystem und jede einseitige Änderung der Modalitäten durch die Assekuranz zur Sonderkündigung. Die Kündigungsfrist beträgt auch hier einen Monat ab dem Tag, an dem der Kunde über die Änderungen informiert wurde.



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