Typklassen

Um bei der Berechnung der Beiträge für die Kfz-Versicherung nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen oder eine Erdbeere zur Wassermelone zu machen – rein bildlich gesprochen – arbeiten die Assekuranzen mit Typklassen. Jedes Fahrzeugmodell wird bei den Kfz-Versicherungen einer Klasse zugeordnet. Dabei spielen weniger die Größe, die Farbe oder PS-Zahl eine Rolle, denn die Wahrscheinlichkeit, dass gerade dieses Modell gestohlen wird oder einen Schaden bekommt. Kurzum: Es geht um eine Risikoeinschätzung, die wiederum in Heller und Pfennig auf die Prämie umgemünzt wird.

Modellbezogene Risikoeinschätzung

Zuständig für die Einstufung der rund 21.000 Fahrzeugtypen ist der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Dazu werden Jahr für Jahr die Unfall- und Schadenstatistiken herangezogen und ausgewertet, um einen Indexwert zu ermitteln. 100 Prozent sind Durchschnitt. Liegt das Modell darüber, umso höher respektive schlechter ist die Typklasse und desto teurer wird die Kfz-Versicherung. Auf der anderen Seite werden Fahrzeugtypen, die unter dem Schnitt bleiben besser eingestuft und günstiger versichert. Vorgenommen werden die Einstufungen jedes Jahr zum 1. Oktober, wobei neue Modelle eine vorläufige Typklasse erhalten. Unterschieden wird dabei nach Kfz-Haftpflichtversicherung, Teil- und Vollkaskoversicherung. Folgende Einstufungen gibt es.

  • Kfz-Haftpflichtversicherung: 16 Klassen – 10 bis 25
  • Teilkasko: 24 Klassen – 10 bis 33
  • Vollkasko: 25 Klassen – 10 bis 34

Typklasse ermitteln

Da die Typklasse zu den wichtigsten Tarifmerkmalen gehört, sind Verbraucher, die sich ein neues Auto kaufen wollen, gut beraten, sich vorher über die Einstufung zu informieren. Die GDV Dienstleistungs-GmbH und Co.KG hält dazu mit http://www.gdv-dl.de/typklassenverzeichnis.html eine Website bereit, auf der für jedes Modell die Typklasse erfragt werden kann. Sparpotenzial bietet sich, wenn man sich nicht nur auf ein bestimmtes Fahrzeug konzentriert, sondern auch andere Modelle in die engere Auswahl nimmt, zumal die Einstufung nach Typklassen selbst innerhalb einer Modellreihe deutlich variieren kann.

Typklassen: Änderungen 2012

Dass sich die Typklasse im Laufe der Jahre ändert, lässt sich nicht vermeiden. Wichtig: Sollte sich die Typklasse verschlechtern und dadurch der Beitrag steigen, besteht ein Sonderkündigungsrecht. Zu 2012 wurde knapp ein Drittel aller Fahrzeuge neu eingestuft. Dazu einige Beispiele: Im Rahmen der Kfz-Haftpflichtversicherung verbesserte sich das Opel Astra G-Cabrio T98/C gleich um vier Klassen. Der Skoda Fabia Combi 1.6 und der Toyota Avensis Kombi 1.8 wurden um jeweils drei Stufen günstiger. Bei der Vollkaskoversicherung ist der Audi A4 Avant 2.7 TDI der Gewinner. Auch hier erfolgte eine um vier Klassen bessere Einstufung. Verlierer ist der Opel Astra-J 1.6. Er rutschte fünf Klassen (Vollkasko) nach unten.



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